Projekt: 

 

„Entwicklung und Vergleich von Prozesskostensätzen in ausgewählten Betriebsbereichen zur Unterstützung der Planungs- und Steuerungsaktivitäten in Gießereien“

Start:             Juli 2002

Dauer:           2 Jahre

Teilnehmer: Gießereien, die an der Einführung und der Arbeit mit einer Prozesskostenrechnung interessiert sind und über eine ausgebaute Kostenrechnung verfügen

Kosten:        Pilotgießereien leisten keine monetären Zuzahlungen, lediglich die Abstellung von Mitarbeitern bei der Arbeit vor Ort ist erforderlich

 

 

Ziel des Projektes

 

In gemeinsamer Absprache werden in Ihrem Unternehmen Prozeßkostensätze in ausgewählten Betriebsbereichen entwickelt, die für Gießereien von besonderem Interesse sind. Hierbei steht die Definition geeigneter Prozesse und die Identifikation von Kostentreibern und Kostenverursachern im Vordergrund. Im Laufe des Projekts werden Sie als Pilotgießerei Erfahrungen und Kenntnisse zur Gestaltung der Prozeßkostenrechnung sammeln, um diese selbständig auf eigene Ziele hin weiterführen zu können.

 

Die ermittelten Prozeßkostensätze dienen zum einen zur Verbesserung der eigenen Kalkulation. Gemeinkosten werden nicht „pauschal“ mit einem Prozentsatz auf die Lohnkosten aufgeschlagen, sondern verursachungsgerecht den zugrundeliegenden Prozessen angelastet und über deren Inanspruchnahme kalkuliert. 

(Beispielsweise verursachen komplexe Gußteile in kleinen Losgrößen einen deutlich größeren Aufwand an Planungs-, Steuerungs- und Koordinationstätigkeiten als einfache Produkte, die in großen Stückzahlen gefertigt werden. Die Zuschlagskalkulation würde dem zweiten Auftrag jedoch höhere Gemeinkosten dieser Art anlasten als dem ersten, was zu falschen Kalkulationswerten führt. Ebenso würde die Kalkulation eines Wiederholauftrags der Höhe des Erstauftrags entsprechen, obwohl z. B. Kosten der Arbeitsvorbereitung aufgrund der Wiederholung wesentlich geringer ausfallen.)

 

Zum anderen erhöht die Prozeßkostenrechnung die Kostentransparenz und /-kontrolle, indem das kostenstellenbezogene Denken zum Teil erweitert wird und kostenstellenübergreifende Betrachtungen angestellt werden, welche die in der Realität anzutreffenden Betriebsprozesse genauer widerspiegeln.

 

Das Projekt erlaubt darüber hinaus einen (natürlich anonymisierten) Vergleich der Prozeßkostensätze zwischen den teilnehmenden Pilotunternehmen. Auf diese Weise läßt sich feststellen, wo individuelle Stärken und Schwächen bei bestimmten Prozessen in den einzelnen Unternehmen vorhanden sind.

 

Die Implementierung der Prozeßkostenrechnung als ein solches Analyseinstrument wird als ein erklärtes Teilziel des Projekts angestrebt.

 

 

Ihre Vorteile

 

Die Vorteile einer Prozeßkostenrechnung sind in den Gießereien durchaus bekannt und deren Einführung wird als wichtig erachtet. Jedoch ist zum Teil zu wenig Personal für diese Aufgabe verfügbar und das Tagesgeschäft nimmt alle Zeit in Anspruch. 

Dies ist häufig die Begründung bei Absagen zu Projektteilnahmen. Aber gerade deshalb ist ein solches Projekt um so positiver zu bewerten

 

·        Es werden Informationsgrundlagen von uns zusammengestellt und aufbereitet, die Ihnen später viel Arbeit und Zeit erspart (...Herausarbeitung der Prozesse, Ermittlung der Kostenverursacher, Verteilung der Kosten...)

·        Mitarbeiter werden an das Thema der Prozeßkostenrechnung langsam herangeführt; sie werden von uns für die Zusammenhänge sensibilisiert und arbeiten später effizienter mit. Dafür ist das Projekt auf zwei Jahre ausgelegt.

·        Es wird Ihnen die Möglichkeit der Selbsteinschätzung in bestimmten Bereichen gegeben. Wo liegen bei Ihnen kostengünstige Strukturen vor und wo sind Überarbeitungen erforderlich? 

·        Ihre Kalkulationssätze werden verfeinert und erlauben eine bessere Einschätzung der anfallenden Kosten für einzelne Aufträge. 

 

Das Projekt wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle gefördert, so daß Ihnen außer der zeitweisen Abstellung von Mitarbeitern keine zusätzlichen Kosten entstehen. 

 

Das weitere Vorgehen

 

Wenn Sie Interesse an einer Teilnahme an dem Projekt „Prozeßkostenrechnung“ haben, schicken wir Ihnen gerne detailliertere Unterlagen zu.

Darüber hinaus würden wir in Ihrem Hause eine erste Kontaktaufnahme durchführen und das Projekt in seinen Grundzügen genauer vorstellen. In diesem Rahmen werden wir gerne Ihre Fragen beantworten.

 

Ihre Ansprechpartner sind Hans-Jürgen Marr und Bernhard van Acken

 

TEL:   0211 / 6871-220 oder -292

FAX:  0211 / 6871-270